St. Gallen, Kinderheim Birnbäumen

Kommentar

Diese Liste war ursprünglich als Forum aufgesetzt. Sie finden hier einzelne Kommentare und Dialoge von Betroffenen oder anderen Interessierten

Amtsvormundschaft St.Gallen

Für einige der «Zöglinge» war die Amtsvormundschaft an der Brühlgasse zuständig. Es gibt «Mädchen», denen schaudert noch heute beim Gedanken an die Finger (-Spiele unter dem Röcklein und im Höschen des Mündels) durch den Amtsvormund Hr. Dudl*.
Der einen und dem anderen Amtsangestellten müssen diese «Lüsternheiten» ihres Kollegen bekannt gewesen sein, nur so sind die «Störversuche» (eine Akte holen oder bringen, anschliessendes offen lassen der Türe, etc.) zu deuten. Hr. Dudl* verlagerte seine «Aktivitäten» darauf z.T. ins «private», also ausserhalb der Amtsräume. Die «Briefe» oder «Zettelchen», welche dieser perverse Lüstling schrieb, wurden von den Opfern häufig kaum verstanden, die ausgeführten Handlungen machten diesen jedoch um so mehr zu schaffen. Das erlebte war häufig schmerzhaft, für viele unbekannt, – auf jeden Fall nicht altersadäquat (zu solchen Vorkommnissen ist unter «Waisenhaus, später Kinderheim Rorschach Brigittli» ein Beitrag vorgesehen). Ich weiss, wie sich in Amtsräumen ein Gefühl von ängstlich, ausgeliefert, sich nicht wehren dürfen und gefangen sein einstellen kann, andere Betroffene bestätigen mir diesen Hase / Schlange – Eindruck. Da reicht ein «das bleibt unter uns»- Hinweis oder eine wage Erwähnung von «es gibt da ganz andere Heime / Orte, wenn du meinst… da wird dir…» um solche «schönen Erinnerungen» für sich zu behalten, mit niemandem darüber zu sprechen. Einige der «Opfer» leben nicht mehr, sie konnten z.T. den Druck und den Schmerz nicht mehr ertragen, andere haben sich x-Tausend Franken -Therapien unterzogen, einige wenige steckten diese Dinge «einfach weg», oder «spülen sie auch heute noch runter». Ob Anita, Brigitte, Carmen, Dani, Edith, Maria, Silvia, oder wie auch immer die Missbrauchsopfer heissen (und hiessen), Innerorts wie Ausserorts, Kantonsweit, Schweizweit, Weltweit wurden (und werden) Mädchen und Knaben von «Höhergestellten» auf übelste Weise missbraucht.

Ein weibliches Opfer von Amtsvormund Dudl*: «Nachdem ich den Kleiderbon erhalten, und mir im Kleidergeschäft einen Jupes aussuchen und mitnehmen durfte, wollte er diesen unbedingt sehen. Ich ging also zurück in die Brühlgasse. In seinem Büro schloss er die Türe, gab vor, meinen Jupe zu bewundern und streichelte dabei meine Oberschenkel auf der Innenseite von den Knien an aufwärts. Selbst mein Slip war kein Hinderniss, seine Finger waren an einem Ort und machten dort Sachen, die ich nicht wollte. Künftig brauchte ich keine neuen Kleider mehr». Diese Frau ist heute über 50 jährig, hat eine tiefe Selbstwertkrise (mit Drogen, Prostitution, etc.)* durchgemacht, eine Rettung in Ehe und Familie (mit Kind) half nichts, Therapien (mit dem ausgegebenen Geld liesse sich z.B. ein gutes Auto kaufen) konnten das geschehene auch nicht rückgängig machen. Ich weiss, dass diese Frau nach zerbrocherner Ehe, eingegangenen und wieder aufgelösten Partnerschaften heute in einer gewissen Distanz zum Geschehenen, wie auch zum Ort des Geschehens lebt, es gibt noch immer Momente und Situationen, in denen «das Alte» hochkommt.

*Nur zu deutlich wurde auch hier «du bist ja nichts Wert» eingetrichtert. Bewusstseinsverändernde Drogen (hier vorwiegend das beruhigende Cannabis / Marihuana) liessen diese Frau in «andere Sphären» gleiten, ein «Freund», für welchen sie «alles Tat, um ihn nicht zu verlieren», brachte sie dazu, sich «um ihre Liebe zu beweisen», für ihn zu prostituieren. Obwohl der offizielle Tarif für diese Dienstleistung «en Lappe» (100 Fr.) war, willigte sie auch bei Preisdrückern (50 Fr. / 30 Fr. oder weniger) ein, wichtig war nur eine «grosse Endsumme». Leider wurde auch aus dieser «Freundschaft» nichts, das Geld nahm der Mann, um sein Hobby, – amerikanische Oldtimer, – zu finanzieren, sie sass nach einem abrupten Ende der «Beziehung» auf der Strasse.

Poldi
28.11.2010

 

Ja ja dieser Amtsvormund ist mir bestens bekannt, wenn ich mich recht errinnere hat er nicht so gut gehört und gesehen, und musste immer recht nahe zu den Mündel(inen) und sich runterbücken und etwas halten! oder anfassen! Ich hatte drei Vormunde der war der erste. Aber seine Gehilfin Frl. Osterwalder war in Ordnung, obwohl ich nicht immer Ihrer Meinung war.

Rudolf Bruno
08.01.2011

 

Glück hatte, wer unter die Zuständigkeit von Frl.Weber (ähnlich Frl. Osterwalder) oder am besten von Dr. Hänzi fiel. Dieser war zwar stark ausgelastet aber korrekt. Er verstand es (schon damals !!), in einer Amtsstube so zu sprechen und zu erklären, dass ein “normales Menschlein” das gesagte verstehen konnte.

Poldi
10.01.2011

Prügelstrafen der Schwestern

Ich möchte später einmal über einen Bericht von einer Kinderschwester komentieren die im Beobachter geschrieben hat. Als erstes möchte ich jedoch sagen das ich ab ca. 3 jähriger in das Kinderheim eingewiesen wurde mit meinen zwei Geschwistern.
Wir waren in der Abteilung (Nr 5) «Hummeli» bei Schwester Ruth Boli das war unser «müeti». Sie war für uns drei wie eine Mutter, nicht nur für uns sondern auch alle anderen Kinder dieser Familie Hummeli. Sie war eine Ingenbohler Schwester. Ich habe an das Müeti nur die besten Errinnerungen meines Kinderlebens. Es wahren da noch viele andere Schwestern aus diesem Orden von denen ich nur gutes erzählen kann. Ich war in den Birnbäumen bis 11 1/2 also bis Okt. 1963. Danach wurde ich weiter verfrachtet!!! Leider gab es da noch zwei Schwestern die mir nur noch mit den Prügelstrafen: Tazen, halbes Ohr abreissen, Tepichklopfer schläge auch über das gesicht, Ohrfeigen, und Drohungen bekannt sind. Die eine wahr die Oberin und die andere wahr die Abteilungs Schwester in der ( 4 ) die hatt jeweils die Mädchen so zusammen geschlagen das wir die Schreie und die Schläge bis zu uns rüber gehört hatten.

Rudolf Bruno
13.01.2011

 

Hallo Rudolf Bruno
Wir kennen uns ja vom Kinderheim Birnbäumen.
An die Zeit in Birnbäumen kann ich mich nicht recht
erinnern, ich hoffe das ändert sich da ich nun meine
Akteneinsicht erhalten habe. Aber an die Zeit bei den
Pflegefamilien mag ich mich schon erinnern. Bei den
Pfarrers gab es viel Schläge und ich wurde wegen
nichts oder einer Kleinigkeit stundenlang in die dunkle
Besenkammer oder in den Keller gesperrt.
http://www.facebook.com/group.php?gid=135460983137785

Walter
04.02.2011

 

Waren da nicht Nonnen vom St. Vinzenz- Orden, war nicht in der Eingangshalle die Büste des Hl. Vinzenz aufgestellt? ( -> RudolfBruno ?)
Sagt Euch der Name «Drachen» etwas ?
Ward Ihr auch auf der Abteilung von «Müeti» ?
Kennt Ihr Brigitte Z., Carmela R., oder Danilla R. und all die Andern ?
Freue mich, Eure Antworten (als PrivateNachricht PN) zu lesen.

poldi
07.03.2011

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