Alfred Altherr

(*1843 - †1918) wurde im Waisenhaus Speicher platziert und war als Pfarrer und Schriftsteller tätig.

Er «stürzte daheim in die Stube und rief den Eltern entgegen […], jetzt wolle er alles wissen! Und nun schenkten ihm Vater und Mutter reinen Wein ein: sie werden bald aus dem Haus müssen. Der Gemeindeschreiber habe nach Kappeln [Kappeln steht im Buch für Speicher] geschrieben, ob dort nicht ein paar Kinder aufgenommen würden; Antwort sei noch keine gekommen, aber wahrscheinlich würde heute in der Kirche die Gant angezeigt, und mehr noch, sagten sie. Diese Enthüllungen brachten Vater und Mutter unter Schluchzen hervor. Der Knabe war bleich geworden. Tränen kamen ihm keine.»

Auszug aus «Beckenfridli. Geschichte eines armen Knaben», dem Memoir von Alfred Altherr.

(Auszug aus dem Bericht)